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Vorträge Bewegung Ernährung

Sport mit und nach einer Krebserkrankung

4. November 2020

Aktuell arbeitet Hannover 96, mit mir als Referentin, an einer Kooperation mit dem Klinikum Siloah.
Wir möchten den Krebspatient*innen die Möglichkeit geben, sich mit sportlicher Aktivität, sowie mit Informationen zu den Themen Ernährung und Stressmanagement das gesundheitliche Wohlbefinden zu verbessern.

Sport hilft nicht nur ein gesundes Gewicht zu halten.Der Stoffwechsel wird mit angeregt.Desweiteren senkt körperliche Aktivität den Östrogenspiegel im Blut und im Gewebe.Das ist vor allen Dingen für Frauen mit hormonabhängig wachsenden Brustkrebs wichtig.

Weitere Vorteile:

  • Weniger depressive Verstimmungen
  • Rückgang von Rückenschmerzen
  • bessere Schlafqualität
  • ein besseres Allgemeinbefinden
  • positive Effekte für die Psyche.

Krebszellen sind in ihrem Wachstum auf die Abbauprodukte von Glukose angewiesen.Beim Sport werden diese aber vermehrt verbraucht. Je mehr Bewegung,desto größer der Effekt !

Vorsicht vor einer Überbelastung muss aber sein.Am besten ist ein kombiniertes Kraft-und Ausdauertraining. Beim Krafttraining sind beispielsweise die Nebenwirkungen von Medikameten weniger spürbar.

Sport während der Therapie reduziert die Nebenwirkungen einer Chemo-/oder antihormonellen Therapie.

Die Durchblutung wird gefördert und das Überleben von Krebszellen wird dadurch erschwert.Laut Dr.M.Frenkel wird die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebspatienten um 50% reduziert,wenn täglich 30 Minuten Ausdauertraining absolviert wird.

Auch das Rückfallrisiko wird vermindert.Durch eine Ausdauersportart ist eine deutliche Verbesserung ,als durch die Antiöstrogentherapie mit Tamoxifen messbar.

Aber warum wenden das die Patienten nicht an?Rein medizinisch ist die Therapie beendet.Was ist mit den Folgeschäden?

Es ist der Mangel an Wissen.Viele fühlen sich allein gelassen.95 % wenden keine oder wenige Strategien an. Hier möchten wir ansetzen.Den Teufelskreis durchbrechen.Die bleiernde Schwere, dem Fatique Syndrom keine Chance zu lassen.Fühlt man sich ausgelaugt und müde, dann schont man sich.Die Muskulatur bildet sich zurück.Die Sauerstoffversorgung ist davon betroffen,und der Allgemeinzustand verschlechtert sich. Hat man einen kompetenten Trainer an seiner Seite,ist ein schonender Einstieg möglich.Das Verletzungsrisiko wird minimiert.Der Patient kann im optimalen Bewegungsbereich trainieren und man geht in Richtung Schmerzfreiheit. Der erste Schritt in ein neues und gesundes Leben.
Ich bin gespannt und freue mich auf diese Möglichkeit.

Bleibt gesund!

Eure Katja

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