Ernährung

Heißhunger auf etwas Süßes

24. Juli 2020
Zucker

Ich habe Lust auf etwas Süßes….

Für unsere Geschmackswahrnehmung „süß“ sind zwei Rezeptoren zuständig, die sich auf der Zunge und im Dünndarm befinden.

Wir alle wissen mittlerweile, dass der raffinierte Zucker nicht gut für uns ist.

Nehmen wir doch mal ein paar Zuckeraustauschstoffe unter die Lupe.

Im Allgemeinen gesehen, nutzen wir diese Austauschstoffe um uns das Leben zu versüßen.

Im Vergleich zu Saccharose bzw. Glukose ist der Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel geringer.

Sorbitol

Dieser Monosaccharidalkohol kommt zum Beispiel in Äpfel, Birnen und Pflaumen vor.
Die industrielle Herstellung erfolgt aber aus Mais-oder Weizenstärke. Hier sollten vor allen Dingen Menschen mit Zöliakie darauf achten.

Xylitol

Wird industriell aus Holz, Stroh und Pflanzenmaterial vorliegenden Xylanen gewonnen.
Dieser Ersatzstoff wird in unserem Dünndarm nur sehr schlecht absorbiert. Die sogenannten „non nutritive sweeteners „haben einen süßen Geschmack, aber keinen Nährwert.

Saccharin (E954)

Besitzt das 300-400-fache an Süßkraft. Ist wird synthetisch hergestellt und hat einen leicht bitteren Geschmack.

Cyclamat (E952)

Besitzt das 35-fache der Süßkraft und wird mit seinem Geschmack als sehr authentisch eingestuft. Dieser Ersatzstoff ist in den USA nicht zugelassen.

Aspartam (E951)

Besitzt das 225-fache an Süßkraft. Menschen, die unter Phenylketonurie leiden, sollten diesen Austauschstoff unbedingt meiden!

Was ist denn mit Honig?

Das ist immer wieder ein kontrovers diskutiertes Thema. Die im Honig enthaltenen Mineralien und Vitamine sind für unseren Tagesbedarf als unbedeutend eingestuft. Ein Esslöffel Honig enthält 268 kJ. Ein Esslöffel Zucker 193kJ.

Und dann noch der Vergleich zwischen weißem und braunem Zucker

Der weiße Zucker wird aus Rohrzucker und Zuckerrüben hergestellt.
Der braune Zucker wird nicht raffiniert und behält daher seine braune Farbe.

Ob der braune oder der weiße Zucker gesünder ist?! Hier fehlt die Evidenz des gesundheitlichen Nutzens. Insulin ist hier das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann.

Für uns alle gilt, dass die Aufnahme freier Zucker nur 10% der Gesamtenergie nicht überschreiten sollte. Oft führen diese Zuckeraustauschstoffe zu gastrointestinalen Beschwerden und sollten daher gemieden werden.
Zuckerhaltige Getränke führen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Hunger und Unruhe sind die Folge.

Statt Light Produkte doch eher seine Gewohnheiten verändern, stimmt’s?!

Das Gehirn bzw. die Rezeptoren können sich auch wieder auf weniger „süß“ einstellen.
Es wird euch gut tun-versprochen .


Quelle „Ernährungsmedizin, 5.Auflage von Biesalski, Bischoff, Pirlich und Weihmann“

 


 

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