MOBILITY

8. Mai 2020

Mobility Training

Was versteht man unter dem Begriff“ Mobility“?

 Das ist ein bewegungsgestützter Ansatz, der ganzheitlich alle Bereiche anspricht, welche Bewegungseinschränkungen zur Folge haben können.

Mobilität ist nicht nur Beweglichkeit, sondern als ein Zusammenspiel zwischen Muskeln und Gelenken zu verstehen.

Durch das mobility Training kann eine Verbesserung der Gelenkstellungen erfolgen, denn

oft bleibt ein Krafttraining allein, nicht ohne Folgen.

Verhärtete oder verkürzte Muskeln oder ein eingeschränkter Bewegungsradius sind mögliche Folgen. Durch diese fehlende Gelenkigkeit, ist der Versorgungsvorgang des Gelenkknorpels mit Synovialflüssigkeit eingeschränkt. Eine Abnahme der Muskelstabilität folgt.

 Man braucht also eine Trainingsform, die dabei hilft, Gelenke flexibel zu erhalten.

Das Gelenk kann sich mit der Mobilisation wieder mit Flüssigkeit versorgen.

Laut der Sportuniversität Bayreuth wird ein intensives Mobility Training, einem exzentrischen Krafttraining gleichgesetzt. Und wann ist der beste Zeitpunkt für das Training?

Vor dem Training steigert das Mobilitätstraining die Durchblutung der Muskulatur.

Nach dem Training wird eine verbesserte Regeneration sichtbar.

Aber warum verlieren wir eigentlich unsere Mobilität?

Frei nach dem Prinzip: USE IT OR LOOSE IT!

Im zunehmenden Alter werden unsere Muskeln unelastischer.

Unsere Aufgabe besteht darin, den Körper frei von Limitierungen zu machen. Knochen und Bänder verändern sich kaum. Lässt sich ein Muskel in einer Bewegungskette nicht mehr dehnen, liegt eine funktionelle reflektorische Störung vor. Dadurch kann es zu Störungen

bei Bewegungsabläufen und in der Statik kommen.

Die Spannung der Muskulatur, die Gelenkbeweglichkeit, die durch Kapseln, Sehnen und Bänder bestimmt wird, und die Verschiebbarkeit der einzelnen Gewebeschichten, wie Haut, Unterhaut, Bindegewebe, Faszien und Muskulatur sind mit für die Mobilität verantwortlich.

Wir sollten also BEWEGUNGEN TRAINIEREN und nicht Muskeln.

Was hier mit gemeint ist, es macht im Training wenig Sinn einzelne Abschnitte isoliert zu

dehnen. Komplexe Übungen in einem maximalen „Range of Motion „sollten ausgeführt werden.

Muskeln arbeiten nicht für sich-die Mobilisation der Muskelketten sollten das Ziel sein.

Die Verbesserung der Beweglichkeit sollte aus zwei Gründen erfolgen:

Zur Verletzungsprophylaxe und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit!

Verletzungen können den Trainingsfortschritt um Wochen oder gar Monate zurückwerfen.

Bei der Leistungsfähigkeit spielt die Beweglichkeit eine entscheidende Rolle. Die Bewegungen können präziser und dynamischer ausgeführt werden.

Beginnen sollte das Training an der Wirbelsäule. Die Körperachse muss gelenkig sein, um sich auf verschiedene Anforderungen einstellen zu können.

Auch die Stabilität der Wirbelsäule ist hier von großer Bedeutung, um den Körper zu schützen und um Kräfte zu übertragen.

Mobilität führt zu Entlastung und dient als Grundlage der Stabilität und wird in drei Bereiche aufgeteilt:  

1.Stretching

2.Myofasziale Selbstmassage, Verbesserung der Gleitfähigkeit der Faszien

3.Muskelstärkung

Was bringt das Mobilitätstraining?

1.Verbesserung der aktiven Beweglichkeit

2.Verbesserung der Gelenkstellungen

3. Vergrößerung des Bewegungsradius

4.Technische Verbesserungen und

5.Steigerung der Effektivität des Trainings.

Mobilität erfolgt immer aus motorischer Kontrolle, also ohne Äußeren Zug oder Druck!

Sportwissenschaftler Till Sukopp sagt im Rahmen eines Interviews:

„Je größer der Unterschied zwischen der aktiven und passiven Beweglichkeit ist (also Mobilität vs. Flexibilität), desto größer ist das Verletzungsrisiko. Wer sich viel dehnt, ist zwar beweglich, aber, wenn man es aber nicht durch Muskelkraft ausgleicht, kann man sich leichter verletzen, da das Gelenk instabil ist.“

In der Rehabilitation hat das Mobilitätstraining eine noch größere Bedeutung.

Verletzungen wie z.B. Frakturen am Sprunggelenk oder Bänderrisse blockieren die Strukturen. Um eine volle Beweglichkeit wiederherzustellen, wird geraten, früh genug mit Mobilitätsroutinen zu beginnen.

Das Mobilitätstraining bringt den Körper in ein Gleichgewicht.Dysbalancen können behoben werden.

Gleichzeitig bekommt man eine bessere Körperhaltung. Die Atemhilfsmuskulatur kann freier arbeiten und dadurch ist man in der Lage mehr Leistung zu erbringen.

Hinsichtlich des optimalen Trainings sollte zusammenfassend gesagt werden, dass um Kraftzuwächse zu generieren oder Bewegungen zu ökonomisieren, stets in der „Full Range of Motion „trainiert werden.

Um dies gewährleisten zu können, müssen die betroffenen Gelenkstrukturen die Bewegungen auch ausführen können.

Daher sollte jeder Trainingsplan vorbereitende Übungen zur Beweglichkeitsverbesserung, beinhalten.

 


 

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